
Fitnesstipp 122- Fluch oder Seegen: Die Menge macht's
Schon die alten Griechen wussten, dass abhängig von der Menge jeder Stoff Gift oder Arzneimittel sein kann. In unserer Wohlstandsgesellschaft kann man es sich finanziell leisten, viel Kaffee zu trinken, viel Alkohol zu konsumieren oder viel Abenteuer und Freiheit zu genießen. Die Werbung verspricht uns ein gutes Gefühl danach. Allerdings sind wegen des übermäßigen Konsums diese Genussmittel zu regelrechten Genussgiften geworden.
Bei vielen Gelegenheiten müssen wir erst einmal eine Tasse Kaffee trinken und merken dabei nicht mehr, wie weit wir dieser legalen Droge bereits verfallen sind. Es ist ganz normal und selbstverständlich, täglich mehrmals diesen „Muntermacher“ zu konsumieren. Gesundheitliche Probleme werden von fast nie mit diesem Getränk in Verbindung gebracht. Zu ähnlichen Abhängigkeiten kommt es in Bezug auf Alkohol und Nikotin.
Beim Kaffee schätzen wir diese stimulierende Wirkung auf unser Gehirn und auf unsere Konzentrationsfähigkeit und das schnelle Verdrängen der Müdigkeit.
Durch das Koffein im Kaffee kommt es zu einem schnellen Energieschub, der den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Doch innerhalb der folgenden Stunde fällt der Blutzuckerspiegel unter dem Einfluss des Bauchspeicheldrüsenhormons Insulin rasch wieder. Man fühlt sich schnell wieder müde, nervös und erschöpft. Dann muss die nächste Tasse Kaffee her. Dieses krasse, schnelle Auf und Ab des Blutzuckerspiegels wiederholt sich mehrmals am Tag; es ist besonders schlecht für Gehirn- und Nervenzellen und…….macht die gesündeste Bauchspeicheldrüse kaputt. Das Resultat sehen wir an Millionen Diabeteskranken in Deutschland.
Neben Koffein gibt es noch viele andere Substanzen, die unseren Körper belasten wie beispielsweise Weizen mit dem darin enthaltenen Klebereiweiß Gluten. Das Gluten verklebt auf Dauer die feinsten Kapillargefäße unserer Blutbahnen. Deshalb ist es bei vielen Menschen für die im Laufe der Lebensjahrzehnte zu beobachtende Erhöhung des Blutdrucks verantwortlich. Jede Verengung der Kapillare vermindert die Versorgung in den peripheren Bereichen unseres Körpers. Die Folgen sind kalte Hände oder Füße, Kribbeln in den Beinen, Impotenz des Mannes, verlangsamtes Denken, Vergesslichkeit usw.
Über die Hälfte der Menschheit hat eine Laktose-Unverträglichkeit und sollte die Finger von Milch und Milchprodukten lassen oder sie nur selten zu sich nehmen. Ich selbst und meine Kinder übrigens auch! Zahlreiche Allergien wie z. B. Neurodermitis sind auf den Verzehr von Kuhmilch zurückzuführen. Länder ohne Milchwirtschaft wie Korea kennen keine Osteoporose. Länder wie Finnland mit besonders viel Milchwirtschaft haben hingegen die höchste Herzinfarktrate unseres Planeten.
Das Schlimme ist, dass alle ernährungsbedingten Krankheiten 20-40 Jahre brauchen, bis sie ausbrechen. Ich habe in früheren Artikeln darüber berichtet: Krankheiten werden ausgebrütet. Die Zellen werden „vollgepackt“ und verschlacken nach und nach den Körper; sie können immer schlechter ihre normalen Funktionen ausführen. Allmähliches Siechtum ist die Folge und der Alterungsprozess wird erheblich beschleunigt. Durch den langen Zeitraum zwischen Ursache und Wirkung wird der Zusammenhang zwischen der Ernährung und späteren Krankheiten verschleiert. Hierin liegt auch der Grund dafür, dass sich mit der Ware „Krankheit“ solch große Geschäfte machen lassen, denn der „normale Bürger“ durchschaut diese Zusammenhänge niemals.
Jürgen Wegner
